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Geschichte

Der erste Posaunenchor

 

Der erste Posaunenchor wurde 1731 in der Brüderunität von Herrnhut, in der sächsischen Oberlausitz (Deutschland) gegründet. Die Anregung dazu stammte von Graf Niklaus Ludwig von Zinzendorf. In späteren Jahren wurde Johannes Kuhlo zum wichtigsten Förderer dieser Bewegung. An Missions- und Sängerveranstaltungen in Deutschland, kurz vor der letzten Jahrhundertwende, lernten Pfarrer und Prediger aus der Schweiz die in Deutschland bereits weit verbreiteten Posaunenchöre kennen. Die Posaunenchöre in Deutschland sind heute zusammengeschlossen durch die Organisation Evangelischer Posaunendienst in Deutschland (EPiD).
In der Folge entstanden bald auch in der Schweiz ähnliche Bläsergruppen. Im Jahre 1907 schlossen sich 26 schweizerische Posaunenchöre mit einem Gesamtbestand von 352 Bläsern zum Verband Schweizerischer Posaunenchöre (VSP) zusammen.

 

Die Entwicklung in der Schweiz

 

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Emil Ruh

Eine der wichtigsten Aufgaben des neu gegründeten Verbandes war vorerst die Herausgabe geeigneter Literatur. Während die frühen deutschen Posaunenchöre eigentliche «Sängerchöre mit Instrumenten» darstellten, entsprachen die ersten Schweizerischen Posaunenchöre den damaligen Schweizer Militärkapellen und Blasmusiken. Dies wirkte sich besonders nachhaltig auf die Literatur aus. Mit Ausnahme der

 

 

 

verpönten Tanzmusik wurde vieles vom Repertoire der «weltlichen» Blasmusikvereine übernommen. Stark gefördert wurde die Posaunenchorarbeit durch die beiden Schweizerpioniere, Komponisten und ersten Verbandspräsidenten Samuel Müller
und Emil Ruh.

 

 

 



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Samuel Müller


Der grosse Teil unserer Instrumente ist in B gestimmt. Um die zum Teil doch mit erheblichem Aufwand verbundene «Umschreiberei» der Gesangbuchnoten zu umgehen, stellte eine Minderheit der Schweizerischen Posaunenchöre in den 60-er Jahren auf die nach deutschem Muster genannte Klangschreibweise (Notation nach Klang, auch Klavierschreibweise genannt) um. Diese Vereine lesen beim Spielen transponierend und haben den Vorteil, dass alle Stimmen direkt aus Gesangbüchern und Direktionsstimmen im vorgeschriebenen und richtigen Klang gespielt werden können. Von den derzeit 74 Verbandsvereinen lesen 6 Vereine nach der Klang-Notation (in K), 65 nach der transponierten Notation (in M, Militärschreibweise genannt) und 3 Vereine gemischt.

Die Mehrheit der dem Verband angeschlossenen Vereine wechselte ab Ende der 60-er Jahre vom Herkömmlichen auf den Brass Band Stil, welcher in der Schweiz anfänglich – mit wenigen Ausnahmen - nur von Heilsarmee-Musikkorps gepflegt wurde.

 

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Beide Neuerungen, das Spielen nach Klangnotation und die bald weit verbreitete Brass Band Bewegung, brachten für die Verbandsleitung anfänglich Probleme. Geduld, Gebet und Gespräche über den Sinn der Posaunenchorarbeit, welche vor allem das gemeinsame Lob Gottes als zentrales Anliegen kennt, führten schliesslich zu einer gegenseitigen Akzeptanz.

Damit die Geschichte und die Entwicklung der Posaunenchöre aus der Vergangenheit und der Zukunft festgehalten wird, besteht seit einigen Jahren eine verbandseigene VSP-ASFC Dokumentationsstelle welche von Dr. Walter Kunz, Villnachern, betreut wird.

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