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Nachruf

Nachruf von Fritz Allenbach,

 

Posaunenchor Frutigen

 

Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand. Dieses Wort aus Psalm 139 steht über der Todesanzeige von Fritz Allenbach. Nach kurzer, schwerer Krankheit wurde er am 1. Juni 2019 im

80. Lebensjahr von seinem himmlischen Vater heimgerufen.

 

 

Er hinterlässt nicht nur in seiner Familie eine grosse Lücke, sondern auch im Posaunenchor und bei allen, die ihn gekannt haben. Wer an ihn denkt, der sieht einen Menschen mit einer besonderen Ausstrahlung vor sich, der denkt an sein herzliches Lächeln und seine freundlichen Worte.

Seit über 60 Jahren engagierte er sich auf vielfältige Weise im Posaunenchor Frutigen, er spielte B-Bass und war auch während vier Jahren Präsident des Vereins. Die christliche Blasmusik lag ihm sehr am Herzen und er unterstützte sie, wo er konnte. So war er von 1971-1983 Kreisvorsteher im Kreis 8 (Berner Oberland) des christlichen Musikverbandes (damals VSP) und während einiger Zeit auch Vize-Präsident des schweizerischen Verbandes.

 

Der Posaunenchor Frutigen feierte am 27. April sein 100-jähriges Bestehen. Fritz hatte sich sehr eingesetzt für dieses Jubiläum, verfasste eine Festschrift und bereitete eine Präsentation mit Bildern vor. Trotz angeschlagener Gesundheit war es ihm möglich, am Jubiläumswochenende mitzuspielen und mitzuwirken. Niemand von uns konnte sich damals vorstellen, dass er anfangs Juni nicht mehr unter uns sein würde. Er hinterlässt bei vielen Menschen eine grosse Lücke. Aber er lässt uns auch ganz viel zurück. Uns bleibt die Erinnerung an eine besondere Persönlichkeit mit einem gelebten Glauben und wir sind dankbar für alles, was er uns hinterlassen hat.

 

 

Zum Schluss ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer, in dem viel Trost liegt:

Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.